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2000_Volvo PCC

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Volvo PCC: Hochleistungs-PKW von morgen

Mit dem Volvo Performance Concept Car (PCC) präsentiert der schwedische Automobilhersteller die Studie eines Hochleistungs-Pkw von morgen. Neben der aufsehenerregenden Optik gehören das dynamisch kontrollierte Fahrwerk, der elektronisch gesteuerte Allradantrieb und ein 300 PS-Triebwerk zu den Charakteristika des Fahrzeugs.

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Der "blaue Blitz" mit den Grundzügen eines Volvo S60 oder Volvo V70 weist zahlreiche technische Innovationen auf. "Wir wollten einmal aus der Sicht der Designer zeigen, wie ein High-Performance-Fahrzeug der Zukunft bei Volvo aussieht", sagt Peter Horbury, Vice President und Chefdesigner bei Volvo Cars.

Tatsächlich hat das Volvo PCC (Performance Concept Car) eine subtile Rennwagen-Optik, die Sportlichkeit pur ausstrahlt. Das Fahrzeug ist in Laserblau lackiert, wobei die Farbnuancen je nach Lichteinfall schimmern und sich verändern. Der erste optische Eindruck wird bestimmt durch einen neuen Frontspoiler mit zwei zusätzlichen Lufteinlässen. Durch die auffälligen Gitter wird der Luftstrom sowohl in den Kühler als auch an die Vorderbremsen geleitet. Im hinteren Stoßfänger wurde eine satin-silbrige Verkleidung integriert, die die doppelläufigen, rechteckigen Auspuffrohre trennt und dadurch den sportlichen Charakter betont.

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Seitliche, ebenfalls silberfarbene Flaps verbessern die Aerodynamik und eine glatte Unterbodenkonstruktion kanalisiert die Luft optimal und minimiert den Auftrieb bei hohen Geschwindigkeiten. Die 19 Zoll BBS Magnesiumräder mit 245/35-19-Reifen stammen von der Rennstrecke und wurden beim Volvo S40 in der britischen Tourenwagenmeisterschaft eingesetzt.

Angetrieben wird das Volvo PCC von einem 5-Zylindermotor mit 2435 cm3 Hubraum, der 300 PS sowie 400 Nm Drehmoment liefert und mit einem von Volvo entwickelten, kompakten manuellen 6-Gang-Schaltgetriebe ausgestattet ist.

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Natürlich ist auch der Innenraum ganz auf Sportlichkeit getrimmt. Die stark konturierten Sitze sind mit weichem, leicht metallisch glänzendem Leder mit Nubuk-Einlagen bezogen. Das Armaturenbrett erhielt ebenfalls einen Bezug aus Nubuk-Leder. Die Pedale sind aus geripptem Aluminium gefertigt und die Instrumente erhielten einen exklusiven Blauton.

Den eigentlichen Clou des Volvo PCC kann man weder von außen, noch durch einen Blick unter die Motorhaube erkennen: Ein neuartiges Fahrwerk, das dem Fahrer drei unterschiedliche Abstimmungen liefert:
1. Komfortabler Modus
2. Dynamischer Modus
3. Sport-Modus

Das sogenannte Four-C System ("Continously Controlled Chassis Concept") wurde zusammen mit Öhlins Racing AB entwickelt, einem der weltweit führenden Hersteller von Hochleistungs-Dämpfersystemen.

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Alle zwei Millisekunden, also 500mal pro Sekunde, kontrollieren die Mikroprozessoren des Systems die genaue Position jedes Rads und verändern entsprechend die Dämpfungscharakteristik jedes einzelnen Rads unter Einbeziehung des gerade anliegenden Grips. Der größte Teil der Informationen für die Dämpfer kommt von den Höhensensoren und den in der Karosserie integrierten Beschleunigungsmessern, die die Position und Bewegung jedes Rads und der Karosserie messen. Weitere wichtige Informationen liefert das Volvo Multiplex-System. Wenn der Fahrer beispielsweise stark bremst, erreicht diese Information die Dämpfer einige Millisekunden bevor die Bremsklötze tatsächlich Kontakt mit der Scheibe haben. In dieser kleinen Zeitspanne berechnet der Four-C-Mikroprozessor, wie stark das Fahrzeug einnicken wird, sobald die Bremsklötze gegriffen haben. Mit diesen Informationen findet sofort eine Neueinstellung der Dämpfer statt, damit Fahrzeugkontrolle und Bodenhaftung maximiert werden können, bevor die Karosserie überhaupt Zeit hat, einzunicken. Wenn so heftig gebremst wird, dass das ABS aktiviert wird, werden die Dämpfer so angepasst, dass eine maximale Reifenhaftung auf der Straßenoberfläche gewährleistet wird. Auch Bewegungen, die durch starke Beschleunigung und schnelle Lenkbewegungen entstehen, werden ebenfalls unsichtbar durch das Four-C-System verhindert.

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Bei den unterschiedlichen Fahrwerksabstimmungen verändert der Sport-Modus den Charakter des Fahrzeugs völlig: "Das System gibt größtmöglichem Fahrspaß und optimaler Straßenhaftung oberste Priorität. Die Einstellungen sind straffer, so dass der Fahrer einen direkteren Kontakt zur Straßenoberfläche erhält", erläutert Marcus Rohloff, Entwicklungsingenieur bei Volvo Cars.

Natürlich ist auch das Volvo Performance Concept Car mit der Fahrdynamikregelung DSTC (Dynamic Stability and Traction Control) ausgerüstet. Four-C erweitert das Spektrum von aktivem Fahrvergnügen, Stabilität und Komfort erheblich. Die drei manuell wählbaren Einstellungen erlauben es dem Fahrer, die Eigenschaften eines Hochleistungsfahrzeugs zu nutzen.

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Außerdem ist das Volvo Performance Concept Car mit einem elektronisch gesteuerten Allradantrieb (AWD) ausgestattet, der zusammen mit der schwedischen Firma Haldex entwickelt wurde. Das AWD-System ist ebenfalls an das Multiplex-System des Fahrzeugs angeschlossen und kommuniziert so ständig mit den anderen Funktionen des Fahrzeugs. Die einzigartige Interaktion zwischen AWD, DSTC und Four-C garantiert somit optimale Fahr- und Bodenhaftungseigenschaften. "Die Arbeiten, die wir bei diesem Volvo Performance Concept Car vorgenommen haben, helfen uns bei der Planung für ein Hochleistungsmodell der Zukunft", sagt Hans Nilsson, leitender Projektmanager des Volvo PCC.