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2003_Volvo VCC

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Volvo stellt in Genf den Kombi der Zukunft vor

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Der schwedische Automobilhersteller Volvo präsentiert auf dem diesjährigen Genfer Automobilsalon sein Versatility Concept Car (VCC). Diese Design-Vision eines zukünftigen Fahrzeugs der Volvo V-Range beeindruckt aber nicht nur durch sein ungewöhnliches Äußeres, sondern auch durch eine Vielzahl neuer Ideen und technischer Features.

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Bei der Konzeption des VCC haben die beiden Volvo Designstudios Barcelona und Göteborg eng zusammengearbeitet. Charakteristische Designelemente betonen auch bei diesem Concept Car die Volvo Familienähnlichkeit. So sind die Schultern und Seitenpartien noch stärker ausgeprägt als bei derzeitigen Volvo Serienmodellen. Die markante Frontpartie wird über klar gestylte, glatte Seitenflächen mit dem steilen Heck verbunden und die typische V-Form der Motorhaube entwickelt sich vom Kühlergrill ausgehend zu den A-Säulen. Die Scheinwerfer sind vertikal angeordnet und verwenden das „Static Bending Light System", das über drei Lichteinheiten verfügt, die in unterschiedlichen Winkeln ausgerichtet sind. Die obere Einheit verhält sich wie ein konventionelles Abblendlicht. Sobald das Fahrzeug in eine Kurve einfährt, werden die zweite und dritte Einheit über mit der Lenkung verbundene Sensoren aktiviert, um die Strecke auszuleuchten. Dies verbessert die Sicherheit bei Kurvenfahrten erheblich.

Für die Konstruktion der A-Säulen wurde hochfester Stahl verwendet. Dies führt zu einem schlankeren Design und deutlich verbesserten Sichtverhältnissen. Die Seitenansicht wird durch die fehlende B-Säule charakterisiert. Ermöglicht wurde dies durch die jeweils gegenläufig angeschlagenen Türen.

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Skandinavischer Innenraum

Dieses Design sorgt nicht nur für einen bequemen Einstieg, sondern gibt auch die Sicht auf einen bemerkenswerten Innenraum frei. Die gesamte Formensprache ist Ausdruck eleganter Schlichtheit, wobei die Minimierung der Designelemente die visuelle Belastung reduziert. Sorgfältig ausgewähltes Sattelleder wird ergänzt durch weiches Nubukleder. Hochglanzoberfläche und Design der Kofferraumabdeckung erinnern an einen hochwertigen Schrank. Aluminium wird auf unterschiedlichste Weise eingesetzt, zum Beispiel eloxiert, gebürstet, sandgestrahlt oder auch poliert. Die spezielle Innenraumbeleuchtung unterstreicht das Gefühl von Exklusivität. Die Farbschemata innen und außen wurden in perfekter Weise harmonisiert.

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Die aus eloxiertem Aluminium gefertigte Mittelkonsole erstreckt sich elegant durch das Fahrzeug, ohne das Armaturenbrett zu berühren. Auf dieser Mittelkonsole befinden sich tastempfindliche Bedienelemente, mit denen die Temperatur für Fahrer und Beifahrer geregelt wird. Die Temperatur wird durch LED-Leuchten angezeigt, deren Farbe von kühlem Blau zu heißem Rot wechselt.

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Die luxuriösen Sitze sind in alter Sattler-Tradition aus dickem Havanna-Leder hergestellt. Die Vordersitze sind auf Schienen montiert, die in die äußere Türschwellerverkleidung und die Mitteltunnelkonsole integriert sind. Dadurch entsteht für die Fond-Passagiere ein ebener und großflächiger Fußraum. Die Sicherheitsgurte sind vollständig in die Sitzrahmen integriert. Die elektrisch betriebenen Rücksitze lassen sich einzeln verschieben, was zu einer optimalen Flexibilität von Gepäckraumvolumen und Beinfreiheit führt. Die beleuchteten Logos für WHIPS (Schleudertrauma-Schutzsystem) und SIPS (Seitenaufprall-Schutzsystem) in den Sitzen symbolisieren die umfassenden Sicherheitssysteme des VCC.

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Selbst das Gepäck reist stilvoll im Volvo Versatility Concept Car. Der Laderaumboden kann über Steuerelemente an der D-Säule elektrisch herausgefahren werden, um das Beladen zu erleichtern. Unter dem Gepäckraumboden befinden sich außerdem zwei Lagerfächer - ein beheiztes und ein gekühltes. In die rechte Verkleidung wurde ein Safe integriert, während die linke Seite eine herausnehmbare kleine Reisetasche in farblich angepasstem Leder enthält. Auch der Fahrzeugboden ist komplett mit Leder ausgeschlagen. Die Gepäckraumabdeckung kann elektrisch vom Fahrersitz oder über Schalter in der D-Säule betrieben werden.

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Die Dachverkleidung hat einen X-förmigen Rahmen mit einer dem Innenraum-Ambiente entsprechenden Innenbeleuchtung, die über Schieber in der Deckenkonsole betrieben wird. Ein beleuchtetes IC-Logo (Inflatable Curtain) weist auf das in die Deckenverkleidung integrierte Sicherheitssystem hin. Außerdem ist das Dach mit einer halbtransparenten Solarzellenplatte versehen. Sie vermittelt ein Gefühl von Geräumigkeit und liefert andererseits die Energie für den Volvo Ambient Air Cleaner. Dieses System filtert Kohlenwasserstoffe und Stickoxide aus der Umgebung, reinigt also ununterbrochen die Luft im Fahrzeug, auch wenn der Motor nicht läuft.

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Hochleistungsmotor mit niedrigem Verbrauch

Angetrieben wird das Volvo Versatility Concept Car von einem Sechszylinder-Reihenmotor mit Turbolader und Direkteinspritzung sowie 2,6 Litern Hubraum, der es auf 250 PS bringt. Trotz eines Fahrzeuggewichts von mehr als 1.300 kg begnügt sich dieses Aggregat mit 6,5 Litern auf 100 Kilometer. Dies wird durch eine Reihe neuer Techniken erreicht, die innerhalb der nächsten zehn Jahre zur Serienreife entwickelt werden sollen.

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Der Schwerpunkt der neuen Turbotechnik liegt auf dem Wirkungsgrad der Verbrennung. Diese Technik verwendet den Ladeüberdruck in größerem Ausmaß, um die Verbrennungskammer von allen Abgasspuren zu reinigen und so den Wirkungsgrad zu erhöhen.

Das Direct Start&Stop System sorgt dafür, dass der Motor abgestellt wird, sobald das Fahrzeug anhält, beispielsweise an Ampeln oder bei Verkehrsstillstand. Wenn das VCC wieder anfahren soll und die Kupplung am Druckpunkt ist, wird Kraftstoff direkt in den Motor eingespritzt, wodurch dieser zündet und das Fahrzeug sanft beschleunigt wird.

Das Compression Auto Ignition (CAI) System macht sich die Vorteile eines großen Motors zunutze, den Kraftstoffverbrauch zu vermindern und Abgasemissionen zu reduzieren. Das System stellt ein mageres Kraftstoff-Luftgemisch her, das im Brennraum komprimiert selbst zündet, wenn der Motor mit Teillast und bei niedrigen bis mittleren Drehzahlen läuft.

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Das Automated Shifted Manual ist ein normales Schaltgetriebe, das mit Hilfe von elektronisch gesteuerten Stellgliedern automatisch geschaltet werden kann. Der Fahrer kann es also genau wie ein herkömmliches Automatikgetriebe benutzen. Da es sich jedoch um ein manuelles Schaltgetriebe handelt, hat es aufgrund von verminderten Reibungsverlusten einen höheren Wirkungsgrad als ein Automatikgetriebe, was zu einem geringeren Kraftstoffverbrauch führt.

Das Problem des Drehmomentverlusts, der bei Automatikgetrieben zum Zeitpunkt des Schaltens auftritt, wurde beim VCC durch ED, Electric Drive, gelöst. Die ED-Einheit, die durch einen separaten 42-Volt-Akku betrieben wird, bietet darüber hinaus eine erhöhte Antriebskraft bei geringen Drehzahlen, bevor der Turbolader den erforderlichen Druck erreicht hat, und optimiert so das Ansprechverhalten des Motors.

Überdies lädt die Electric Drive-Einheit die Batterie, sobald der Fahrer den Fuß vom Gaspedal nimmt, um die Geschwindigkeit zu reduzieren. Diese Energie kann beispielsweise dazu verwendet werden, das Versatility Concept Car über kurze Strecken ausschließlich mit elektrischer Energie zu fahren, wie z. B. bei sehr geringer Geschwindigkeit im Stau. Die ED-Einheit kann entweder auf der Antriebsachse oder direkt an den Hinterrädern montiert werden.

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Beim Versatility Concept Car werden die oben genannten Techniken mit der Verwendung von leichten Materialien, in erster Linie Aluminium und Kohlefaser, kombiniert. Das Ergebnis ist eine zehnprozentige Gewichtsreduzierung im Vergleich zu einem Volvo S80 ähnlicher Größe.

Die 20-Zoll-Räder haben pannensichere „Run Flat"-Reifen von Pirelli mit den Maßen 245/40 R 20.